AfD Aichach Friedberg

Fragen zum Ablauf und den Auswirkungen der Corona-Pandemie im Landkreis Aichach-Friedberg

Wie viel Personen sind bisher an Corona im Landkreis Aichach-Friedberg
erkrankt?
Mit Stand heute sind dem Gesundheitsamt 390 positive Meldungen bekannt.
Wie viel Menschen sind bereits genesen?
Mit Stand heute sind 390 Personen positiv getestet worden, derzeit befinden sich zwei Personen noch in Quarantäne, zeigen aber keine Symptome. Die genaue Anzahl der Genesenen ist nicht bekannt. Unter den Positiven sind auch mehrere Asymptomatische, also nicht Erkrankte im Sinne einer Symptomatik. Insofern mussten auch nicht alle positiv Getesteten gesund werden, da bei einigen überhaupt keine Krankheitszeichen vorlagen.Mit Stand heute sind 390 Personen positiv getestet worden, derzeit befinden sich zwei Personen noch in Quarantäne, zeigen aber keine Symptome. Die genaue Anzahl der Genesenen ist nicht bekannt. Unter den Positiven sind auch mehrere Asymptomatische, also nicht Erkrankte im Sinne einer Symptomatik. Insofern mussten auch nicht alle positiv Getesteten gesund werden, da bei einigen überhaupt keine Krankheitszeichen vorlagen.
Wie schwerwiegend waren die Krankheitsverläufe (Intensivbehandlung oder lediglich leichte Symptome)?
Eine genaue Anzahl über Krankheitsverläufe liegt dem Gesundheitsamt nicht vor.
Wurde Quarantäne angeordnet (zuhause oder im Krankenhaus), wenn ja, in welchen Fällen und wie oft?
Quarantäne wurde in jedem Fall der uns nachgewiesenen Positiven angeordnet. Also bisher bei insgesamt 390 Positiven auch 390 mal. Ebenso wurde bei allen Kontaktpersonen der Kategorie 1 eine Quarantäne angeordnet. Eine genau Anzahl kann nicht ermittelt werden.
Wie hoch ist die Zahl der Todesfälle?
Todesfälle mit oder an Covid-19 insgesamt 20 Personen.
Wurde auch post mortem getestet/obduziert, um die Eindeutigkeit der Todesursache (mit oder an Corona verstorben) zu ermitteln?
Das Gesundheitsamt hat keine Obduktion durchgeführt oder veranlasst.
Wie hoch ist die Zahl der bisher durchgeführten Tests?
Frage zu ungenau. Das Gesundheitsamt hat logischerweise keinen Überblick über alle durchgeführten Tests im Landkreis.
Wer wurde getestet (nur Personen mit Symptomen, Personen mit Kontakt zu Erkrankten, auf Anordnung des Hauarztes oder auch auf eigenen Wunsch), welche Zahlen gibt es dazu?
Frage zu ungenau. Das Gesundheitsamt kann keine Auskunft über die gesamte Testindikation im Landkreis geben.
Wie wurde getestet (Art des Testes)?
Frage zu ungenau. Das Gesundheitsamt kann keine Auskunft über sämtliche Testarten im Landkreis geben. Schätzungsweise wurden in der Mehrzahl sog. PCR –Tests durchgeführt.
Wie viele Intensivbetten (mit/ohne Beatmungsvorrichtung) werden ständig (ohne Corona) von „Kliniken an der Paar“ vorgehalten, wie viele Intensivbetten (mit/ohne Beatmungsvorrichtung) wurden aufgrund Corona zusätzlich beschafft?
Ohne Corona:
Krankenhaus Aichach 8 Intensivbetten
Krankenhaus Friedberg 6 Intensivbetten

Aufgrund Corona (Umwandlung vorhandener IMC-Betten in ICU-Betten):
Krankenhaus Aichach bis zu 16 Intensivbetten
Krankenhaus Friedberg bis zu 10 Intensivbetten
Wie hoch sind die Kosten für ein zusätzlich beschafftes Intensivbett (mit/ohne Beatmungsvorrichtung)?
Krankenhaus Aichach – Beschaffung von acht zusätzlichen Patientenmonitoren (einschl. Transportmonitoren) – Gesamtkosten 59.436,57 € (bzw. 7.429,57 € pro Bett) – weitere Beschaffungen waren nicht erforderlich
Wie hoch sind die Kosten eines dieser vorgehaltenen Intensivbetten pro Tag (mit Belegung/ohne Belegung)?
Ohne Belegung keine zuordenbaren Mehrkosten

Mit Belegung keine Angaben möglich, Kosten sind abhängig von der jeweiligen Fallkonstellation
Wie hoch sind die Zuschüsse zu einem dieser Intensivbetten (mit Bele-
gung/ohne Belegung), wer zahlt die Zuschüsse?
Für die Schaffung zusätzlicher intensivmedizinischer Kapazitäten, wurden beim Bayerisches Landesamt für Pflege pro zusätzlich umgewandeltem Bett Ausgleichszahlungen von 50.000 Euro beantragt.

Die Zuschüsse basieren auf dem Gesetz zum Ausgleich COVID-19 bedingter finanzieller Belastungen der Krankenhäuser und weiterer Gesundheitseinrichtungen (COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz-COVKHEntlG).

Laut Gesetz erhalten zugelassene Krankenhäuser, die mit Genehmigung der für die Krankenhausplanung zuständigen Landesbehörden zusätzliche intensivmedizinische Behandlungskapazitäten mit maschineller Beatmungsmöglichkeit durch Aufstellung von Betten schaffen oder durch Einbeziehung von Betten aus anderen Stationen vorhalten, für jedes bis zum 30. September 2020 aufgestellte oder vorgehaltene Bett einmalig einen Betrag in Höhe von 50.000 Euro aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds.
Wie viele Intensivbetten sind/waren von Corona-Patienten belegt und wie lange (Auslastung der Betten)?
Aktuell sind keine Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt.
Am Krankenhaus Friedberg wurden generell keine Corona-Patienten intensivmedizinisch behandelt – die Behandlung der positiv getesteten Patienten erfolgte ausschließlich im Krankenhaus Aichach. Zeitgleich wurden hier bis zu sieben Patienten intensivmedizinisch behandelt. Die maximale Beatmungsdauer für einen Patienten belief sich auf 56 Tage.
Wie viel Pflegepersonal/ärztliches Personal ist/war abgestellt speziell für die Betreuung der Corona-Patienten?
Die Betreuung erfolgte über das ohnehin für den Bereich der Intensivabteilung vorgehaltene pflegerische und ärztliche Personal. In Zeiten der Spitzenauslastung wurde das vorhandene Personal in den Bereichen der Pflege und des ärztlichen Dienstes (Anästhesiedienst) durch Mitarbeiter/innen anderer Stationen/Abteilungen bzw. in Einzelfällen auch hausübergreifend unterstützt.
Wie viel Pflegepersonal/ärztliches Personal ist/war speziell für Corona in Bereitschaft?
Zusätzliche Bereitschaftsdienste wurden nicht implementiert.
Wie viel Pflegepersonal/ärztliches Personal ist aufgrund geringer Auslastung der Krankenhäuser Aichach und Friedberg in Kurzarbeit, Gründe hierfür (fehlende Corona-Patienten oder fehlende andere Patienten)?
In den Kliniken an der Paar wurde keine Kurzarbeit angeordnet. Mitarbeiter*innen, die von der Pandemie und des daraus resultierender Auslastungsrückgangs betroffen waren, wurden aufgefordert, Überstunden und Urlaub abzubauen bzw. wurden in anderen Bereichen der Kliniken eingesetzt.
Was bedeutet dies an zusätzlichen Kosten für den Landkreis? Erhöht sich der Zuschussbedarf der Krankenhaus GmbH?
Die Kliniken an der Paar werden nicht als GmbH, sondern als Eigenbetreib des Landkreises Aichach-Friedberg geführt. Die nur eingeschränkt mögliche Belegung in den vergangenen Monaten (speziell am Krankenhaus Aichach) führt aktuell zu Erlösausfällen, die im „worst case“ zu einem Jahresfehlbetrag von ca. 8,8 Mio Euro führen könnten (Ansatz Wirtschaftsplan 2020: 6,2 Mio. Euro). Der tatsächliche Jahresfehlbetrag wird zum einen davon abhängen, wie sich der „Rettungsschirm“ für die Kliniken im Endeffekt darstellt (bundes- bzw. landeweite Förderprogramme). Zum anderen muss es den beiden Kliniken gelingen, im zweiten Halbjahr 2020 zumindest einen Teil des Belegungsrückgangs durch Mehrleistungen zu kompensieren.
Wie viele Arbeitnehmer im Landkreis sind in Kurzarbeit geraten oder wurden arbeitslos?
Muss an die Agentur für Arbeit gestellt werden.
Wie viele Insolvenzen sind beantragt und ergeben sich Steigerungen im Vergleich zu den Vorjahren? Können diese durch Soforthilfen und durch kreisseitige Unterstützung etwa bei der Beantragung verhindert werden?
Kann nicht beantwortet werden, hier könnten ggf. die zuständigen Kammern (IHK, Handwerkskammer) oder andere Stellen Auskunft erteilen.

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